Stimmen aus den Stalinbauten.

 

Wettbewerbsbeitrag, Entwurf 1013: Eine Filmoper über Verdrängung zwischen Moderne, Tabula rasa, Investmentgesellschaft und Stalinallee, Hansaviertel, Obdachlosigkeit und der Frage, wie wir wohnen wollen. Eine Oper, die versucht zu hören, wer und was hier wie lebt, gelebt hat und wer hier gerne wohnen würde.

deutsche wohnen – was singen die diven?
Kunst im Stadtraum am Hansaplatz.

Deutsche Wohnen – wie singen die Diven?

 

Der Wettbewerbsbeitrag plant eine Oper als Film, musikalisch und filmisch inszeniert mit Gruppen und Einzelpersonen aus dem Hansaviertel und der Karl-Marx-Allee. Ziel ist es, die Stimmen der Einzelnen hörbar zu machen und sie zu den Stimmen der Häuser werden zulassen. Die Uraufführung des Films soll am Hansaplatz unter freiem Himmel gezeigt und mit Livemusik, Projektionen und Sänger*innen ergänzt werden.

Die Inszenierung der Architektur als Diven wird vom Preisgericht als humorvolles und passendes Motiv hervorgehoben. Der Bezug zur Karl-Marx-Allee konstituiert die angesprochenen Themen über das Hansaviertel hinaus als für Berlin gesamtgesellschaftlich politisches und historisches Thema.

Das hier enthaltene Potenzial, auch Personen aus verschiedenen Bezirken zusammen zu bringen, wird vom Preisgericht als besondere Qualität herausgestellt. Die beschriebene Vielschichtigkeit, die starke Verbindung von Architektur und Bevölkerung sowie die partizipative mediale Form überzeugen letztlich das Preisgericht.

[08.09.2019:] Die Uraufführung der Filmoper »deutsche wohnen (was singen die Diven)« – mit Beteiligung von Bewohner*innen aus dem Hansaviertel und der Karl-Marx-Allee und Liveset – findet am Samstag, den 14. September 2019 um 20:30 Uhr am Hansaplatz statt.

mm

Über Achim Bahr

Achim Bahr ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins STALINBAUTEN e.V.