Auf dem Weg zum Welterbe.

 

Das Land Berlin bereitet derzeit den Welterbevorschlag »Karl-Marx-Allee 1. und 2. Bauabschnitt / Interbau 1957« vor. Mit vielfältigen Beteiligungsformaten will das Landesdenkmalamt die (Fach-) Öffentlichkeit regelmäßig über das potentielle Welterbe und Hintergründe informieren und lädt deshalb zum ersten Digitalen Dialog am Mittwoch, den 10. März 2021 ab 18:00 Uhr ein:

In der Digitalen Dialogreihe »Auf dem Weg zum Welterbe« werfen renommierte Expert*innen Schlaglichter auf ausgewählte Themen, die im Anschluss offen durch ein breites Publikum fachlich Interessierter diskutiert werden sollen. Diskutieren Sie mit!

Die Veranstaltung findet ab März 2021 jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 18:00 Uhr via webex statt – vorherige Anmeldung per email erforderlich!

  1. Prof. Dr. Jörg Haspel, 10. März 2021:
    Welterbe der Moderne – Welterbe Berlin. Bestand und Aussichten

  2. Prof. Dr. Simone Hain, 14. April 2021:
    Vom Kollektivplan zum Hauptstadtwettbewerb. Drei städtebauliche Leitbilder im Konflikt

1. Welterbe der Moderne – Welterbe Berlin

Strausberger Platz; Bild: © Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin.

Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident von ICOMOS Deutschland und ehemaliger Berliner Landeskonservator, eröffnet die neue Reihe am 10. März 2021 mit einem allgemeinen Überblick zum ersten Tentativvorschlag das »Doppelte Berlin« von 2012: »Welterbe der Moderne – Welterbe Berlin. Bestand und Aussichten«, die Moderation übernimmt Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.

2. Vom Kollektivplan zum Hauptstadtwettbewerb

Wohnzelle Friedrichshain, um 1946; Privatarchiv Selman Selmanagic, Landesdenkmalamt Berlin.

Am 14. April 2021 hält Prof. Dr. Simone Hain den Vortrag »Vom Kollektivplan zum Hauptstadtwettbewerb. Drei städtebauliche Leitbilder im Konflikt« über die ersten Jahre der Stadtentwicklung in Ostberlin; an den wiederholten Veränderungen des Gestaltungskonzepts werden »Reichtum« und »Beweglichkeit« der Ostberliner Nachkriegsmoderne deutlich:

Behandelt werden der funktionalistische »Kollektivplan« von 1946, die »Reise nach Moskau« 1950, die stadtbaukünstlerische Hauptachse von 1950-52, der traditionalistische Wiederaufbau und die Stalinallee sowie die konfliktträchtige Auflösung der historistischen Doktrin im Zuge der Industrialisierung der Architektur und der bereits nach 1956 einsetzenden Rückkehr zum Neuen Bauen.

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About Achim Bahr

Der Künstler, Hochschullehrer, Historiker, Kurator und Autor Achim Bahr ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Vereins STALINBAUTEN e.V.