Gebündelte Geschichte Europas.
Nach monatelanger Vorbereitung wurde der Antrag »OST WEST OST – Karl-Marx-Allee und Interbau 57 – Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne« im Rahmen des siebten Nominierungsdurchgangs für das Europäische Kulturerbe-Siegel nun vorgelegt:
Die Bauensembles OST WEST OST der 1950er und 1960er Jahre in der Karl-Marx-Allee und der Interbau 57 entstanden im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg vor dem Hintergrund konkurrierender politischer Systeme in Ost und West. Sie stehen für alternative programmatische Ansprüche: Als ein Modell für die ›Stadt der Zukunft‹ sollten sie zugleich Ausdruck der ›Gesellschaft der Zukunft‹ sein.
Die Stätte OST WEST OST bündelt einzigartig die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Zudem wird im Baudekor der […] heutigen Karl-Marx-Allee gleichsam die gesamte Baugeschichte Europas ablesbar.
Der Antrag wurde zum Stichtag 30. November 2025 für die Vorlage der deutschen Bewerbungen für das Europäische Kulturerbe-Siegel eingereicht; die Entscheidung der Kultusministerkonferenz über die Vorauswahl wird im 4. Quartal 2026 erwartet.
Für die gemeinsame sorgfältige Ausarbeitung des Antrags danken wir Dr. Sabine Heiser für STALINBAUTEN, Sabine Smentek für den Bürgerverein Hansaviertel und Svenja Eigendorf für den Nachbarschaftsrat KMA II und hoffen auf ein positives Ergebnis!

